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Anspruch auf Umschreibung von Führerscheinen, die im EU-Ausland erworben wurden

 

 

Die Führerscheinbehörde ist nicht verpflichtet, einen im EU-Ausland rechtmäßig erworbenen Führerschein anzuerkennen bzw. umzuschreiben (der Führerschein wurde durch Ablegung einer theoretischen und praktischen Fahrprüfung ordnungsgemäß erworben, eine Fälschung liegt ebenfalls nicht vor).

 

Die Führerscheinbehörden und Verwaltungsgerichte machen die Umschreibungen davon abhängig, dass der Führerscheininhaber mindestens 185 Tage pro Jahr in dem EU-Land, in dem der Führerschein erworben wurde, seinen Wohnsitz angemeldet hatte.

 

Ein EU-Ausländer kann unbeschränkt mit seiner im EU-Ausland rechtmäßig erworbenen Fahrerlaubnis in der BRD fahren. Der Führerschein muss nicht umgeschrieben werden.

Bei Führerscheininhabern aus Drittländern gilt dies nicht. Hier muss der Führerschein innerhalb von 6 Monaten nach Wohnsitzaufnahme umgeschrieben werden. Hierbei kann die Führerscheinbehörde sogar die Ablegung einer theoretischen und praktischen Prüfung verlangen.

 

Ein zum Zwecke der Umgehung der von der Führerscheinbehörde verlangten
MPU-Gutachten in einem Drittland oder EU-Land erworbene Führerschein muss nach der Rechtsprechung der Verwaltungsgerichte nicht von der Führerscheinbehörde umgeschrieben werden. Dies insbesondere nicht, wenn eine Aufenthaltsdauer von 185 Tagen in dem entsprechenden Land nicht nachgewiesen werden kann.