Für eine korrekte Anzeige der Inhalte dieser Website muss die JavaScript Funktion aktiviert werden.

 

Teure Videoüberwachung

 

Gemäß einer Entscheidung Landesarbeitsgerichts (LAG) Frankfurt vom 25.10.2010, AZ: 7 Sa 1586/08, ist die permanente Videoüberwachung von Mitarbeitern an ihrem Arbeitsplatz unzulässig. Der Arbeitgeber verstößt hierbei gegen das allgemeine Persönlichkeitsrecht des Mitarbeiters. Im Normalfall hat der Arbeitgeber kein Recht zur Überwachung seiner Mitarbeiter durch eine Videokamera. Im vorliegenden Fall hat sowohl das Arbeitsgericht Wetzlar, AZ: 3 Ca 211/08, als Vorinstanz als auch das LAG Rechtfertigungsgründe des Arbeitgebers in Bezug auf die Sicherheit der Mitarbeiter nicht gelten lassen. Aufgrund des permanenten Überwachungs- und Anpassungsdruckes, dem die Mitarbeiterin ausgesetzt war, sprach das LAG der Mitarbeiterin und Klägerin eine Entschädigung in Höhe von € 7.000,00 zu. Die Vorinstanz, das Arbeitsgericht Wetzlar, hatte die Arbeitgeberin sogar zur Zahlung eines Betrages in Höhe von € 15.000,00 verurteilt. Sollte der Arbeitgeber daher auf den Gedanken kommen, Videokameras aufzustellen, sollte man sich dagegen – notfalls mit juristischen Mitteln – wehren.